Die Andromedagalaxie (M31) habe ich lange vor mir hergeschoben. Nicht weil sie schwer zu finden ist – sondern weil sie aus Deutschland gegen Ende des Jahres erst wieder richtig sichtbar wird. Diesmal wollte ich den Zeitpunkt nicht verpassen.
Was ist die Andromedagalaxie?
Die Andromedagalaxie (M31) ist unsere nächste große Nachbargalaxie. Sie liegt rund 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Andromeda und ist an sehr dunklen Orten sogar mit bloßem Auge als matter Fleck zu sehen. Mit ihren Begleitern M32 und M110 ist sie das nächste große Inseluniversum – und eines der wenigen, das man wirklich als ganzes System fotografieren kann.
Mein Bild
Was ich gelernt habe
Aufgenommen habe ich das Bild mit dem Seestar S30 Pro vom Stadtrand Oldenburgs. Der Himmel ist dort nicht besonders dunkel – und ein einzelnes Seestar-Feld reicht für M31 nicht. Deshalb habe ich den Mosaik-Modus genutzt, damit die ganze Galaxie in einen Frame kommt. Dementsprechend lang war auch die Belichtungszeit.
Was die Nacht zusätzlich erschwert hat: Satelliten. Es mussten viele Einzelbilder verworfen werden, weil immer mehr Spuren durch den Frame liefen. Am Ende bleibt ein Bild, das mehr Geduld gekostet hat als die meisten meiner anderen Aufnahmen.
Persönliches Fazit
M31 war für mich kein schnelles Ziel. Es war ein Mosaik, eine lange Integration und eine Menge aussortierter Frames. Aber genau deshalb mag ich das Bild: die ganze Andromedagalaxie, vom Stadtrand aus, in einem Frame.